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Deutschland- im Trend zur Klassengesellschaft…

16. März 2011

Ich melde mich in diesem Artikel mit einer Dokumentation, die ich sehr gelungen finde. Über verschiedenste Perspektiven werden Tatsachen thematisiert. Die „Gesellschaft“ ist im Umbruch und jede hohe Entscheidung bestimmt den weiteren Weg unseres Landes. Der Föderalismus garantiert unterschiedliche Ansichten, gefährdet dennoch das Gesamtsystem. Deutschlad ist zersplittet in Länder, innerhalb dieser Länder bauen sich Strukturen und getrennt existierende Gesellschaften aus, die ihre Macht versuchen zu erhalten. Gewollt oder ungewollt. Schon steigt wieder die Frage auf, die durch Bourdieu in mir aufwuchs. Wie kommt es, dass selbst die „niederen“ Klassen ihren Erhalt reproduzieren? Innere Homöostase, welche das Gesamtsystem aufrecht erhält? Theorie und Praxis klaffen immer mehr auseinander, als dass sich beides gegenseitig stützt und aktiv kooperiert. Ein langer soziologisch-gesellschaftlicher aber auch seelischer Prozess…Durch das Studium wird klarer, dass sich gesamtgesellschaftlich Perioden ereignen und sich ähnliches auf einer anderen Ebene wiederholt. Das ist leichter zu verstehen, in dem man es herunterbricht auf die eigene Lebenswelt und das System Familie. Dahingehend denke ich sehr systemisch und erkenne Parallelen. Nun komme ich wieder zur Frage: „Und, was mache ich mit diesen Erkenntnissen und Wahrnehmungen?“

Viel Spaß beim Schauen der Dokumentation 🙂

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3 Kommentare
  1. In diesem Zusammenhang kann ich Initiative http://www.unternimm-die-schule.de/ zur weitergehenden Lektüre empfehlen.

    Schulen als flexible und innovative Projekt-Inkubatoren im Sinne einer erfolgreichen Unternehmung zu betrachten, bietet gegenüber einem zentralistisch geplanten Schulsystem bemerkenswerte Vorteile. Standardisierungsbemühungen im sozialen Raum werden der Vielfalt von Talenten und Interessen im Prozess einer evolutionären Entwicklung nicht gerecht.

    Eine stabile und progressive Gesellschaft setzt selbstverständlich einen gleichwertigen Zugang bei den Bildungschancen voraus. Ob dies über Bildungsgutscheine oder besser noch über ein Grundeinkommen erfolgt, wäre eine spannende Forschungsfrage. Und letztendlich machen immer die Menschen den Unterschied; ob sie den Mut und die Vision haben, sich auf zu machen und Initiative ergreifen, um zukünftig bessere Alternativen anzubieten.

  2. Vielleicht mögen Sie mehr über die Initiative berichten?
    Wie ist sie entstanden?
    Was motivierte?
    Welche Ideen und Ansichten trugen dazu bei, dieses Projekt ins Leben zu rufen?

    Der Hintergrund dieser Initiative interessiert mich besonders.
    Wie schafft es „Mensch“, derartiges durchzusetzen? Zu verbreiten? – in all der Masse an Kritik, Ideen, Verbesserungsvorschlägen und eingefahrenen Mustern der Politik?
    Wie sind die Chancen, die Köpfe der Menschen zum Drehen zu bewegen? Wer wird dabei angesprochen und wer ausgespart?

    Ich freue mich über Hintergrundinformationen.
    Viele Grüße

  3. Ich kann über die angesprochene Initiative leider nicht als Insider berichten, da sie mir erst über die Schwester-Initiatve „unternimm-die-zukunft.de“ bekannt wurde. Es steht auch im Zusammenhang mit Prof. Götz W. Werner, den Gründer der dm-Drogeriemarkt-Kette, der sich nun für die Idee eines bedinungslosen Grundeinkommens stark macht.

    Darüber hinaus engagiert er sich aber auch im Bereich Bildung und Kultur. So fördert seine Stiftung die musikalische Erziehung in den Schulen und Kindergärten – da die musischen Fächer leider aus bekannten Gründen immer weniger Berücksichtigung in der institutionalisierten Bildung finden.

    Mein Kommentar sollte hauptsächlich auf die Bekanntmachung der Initiative und die auf der Website angebotenen Inhalte aufmerksam machen. Aber um auf Ihre Frage zurück zu kommen : „Wie schafft es „Mensch“, derartiges durchzusetzen?“ Hier greift eines meiner Lieblingszitate als Antwort : „Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft.
    Um etwas zu verändern, baut man neue Modelle, die das Alte überflüssig machen.“ (Buckminster Fuller)

    Ich denke, dass es bereits durch private Trägerschaften viele gangbare und zukunftsweisende Projekte und Organisationen in Deutschland gibt, die man als Vorbild für eigene unternehmerische Initiative nutzen kann. Auf die Politik zu hoffen, das wäre ein endloses Unterfangen, letztlich kann sie sich nur nach den Mehrheiten des kulturellen Bewusstseins ihrer Zielgruppen richten. Sie selbst verwaltet einen „Auftrag“, wird aber nicht selbst konzeptionell-kreativ tätig und bringt somit auch keine innovativen Ideen in die Gesellschaft ein. Dies wurde und wird auch in Zukunft nur aufgrund der Initiative von wenigen mutigen und unternehmerischen Menschen geschehen.

    Diese schaffen reale Alternativen und prägen so im Laufe von Zeit und Ort ein neues Bewusstsein. Historisch betrachtet gehört diese Phänomen zur Menschheitsgeschichte. Das, was vormals unmöglich und als absurde Utopie abgetan wurde, fand durch den unbeirrbaren Glauben an eine bessere Zukunft einiger Weniger im Laufe der Zeit eine kritische Masse der Verbreitung, bis sie letztlich zur trivialen Alltagsrealität für die Gesellschaft wurde.

    Ein kleiner Buch-Tipp an dieser Stelle „Dialogische Führung: Grundlagen – Praxis – Fallbeispiel: dm-drogerie markt“ von Dietz und Kracht. Hier handelt es sich zwar um ein Behandlung im Bereich Mitarbeiterführung; viele Erkenntnisse ließen sich meiner Ansicht nach auch auf die Institution Schule übertragen.

    Beste Grüße
    Christopher Engelmann

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