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Diskussionsrunde: Von der Begabung zum System – Teil 3 von 4

5. August 2010

Ich finde es sehr spannend die anfängliche Diskussion noch einmal durchzugehen. Der distanzierte Blick zeigt mir persönlich viel über kommunikative Verbesserungen meinerseits. 🙂

Mit diesem Artikel gebe ich, neben des 1. Teils und des 2. Teils, einen Ausblick auf weitere mögliche und diskussionswürdige Themen.

Um zu strukturieren und zu ordnen, äußerte Monika:

„Das mir am nächsten Liegende ist Dein [Bettina] Wunsch nach einem Konzept, das anderes ermöglicht als dies bisher in den Schulen geschieht. Du hast es charakterisiert mit Wörtern wie „Menschsein nicht vernachlässigen“ und „Miteinander und Akzeptanz“ einschließlich Qualität. Ich setze seit 4 Jahren ein Lernkonzept in meiner Schule um, dass diese Bedingungen erfüllen kann.“

Weiterhin:

„Eine Dewey-Schule kenne ich nicht. Aber ich habe schon von Schulen gelesen bzw. in ihren Internetauftritten gestöbert, wo ich Neues gefunden habe. Wenn Du weitere andere Schulen findest oder Du, Lars solche kennst, könnten wir uns darüber austauschen.“

Und:

„Das dritte große Thema „Theorie-Praxis-Problem“ ist es auch wert, näher in Augenschein genommen zu werden. Ich halte die Dominanz von Theorien für eines der zentralen Hindernisse für grundlegende schulische Reformen. Ich könnte dazu aus meiner jahrzehntelangen Praxis und meinen philosophischen Kenntnissen einiges dazu beitragen.“

„Schließlich ‘Begabung’ – auch das ist ein wichtiges Thema, das sowohl zur Situation des Lehrens in Schulen gehört als auch zu dem Theorie-Praxis-Problem und auch zu anderen Lernkonzepten.“

Lars-Michael sagte dazu:

„Unser Austausch geht in die richtige Richtung. […] Man sollte vielleicht sich darüber austauschen wie man „ganzheitlich“ mit Schülern lernt. Es ist klar, das es in der Theorie immer etwas hapert. Besser ist es wenn man Dinge in der Praxis entwickelt und daraus auch Modelle erstellt die sich weiterentwickeln.“

„Die Geschichte wie schon bemerkt wiederholt sich immer wieder.“ Lars ging auf das NS-Regime und die DDR ein.

„Mit praktischer Integration ist da nicht viel. Nur wenige Legastheniker in Ost und West haben es geschafft Ihren ganz persönlichen Weg zu finden. Weil unser System die Menschen gebrochen hat, nicht weil sie seelische Schwierigkeiten haben, sondern weil unsere Gesellschaft bisher nicht in der Lage war uns als ganz normale Menschen anzuerkennen.“

„Wir befinden uns in ein allgemeinen gesellschaftlichen Betrachtung. Da müsste man sich auch über die Arbeitswelt Gedanken machen. Wo und wann beginnt Bildung und wie? Liegt sie in der Hand des Staates oder in unserer eigenen Verantwortung als freie Bürger? Und darf sich denn mit Druck und Zwang unser Staat in unsere berufliche Entwicklung einmischen? Nach meiner Meinung brauchen wir in diesen Thema mehr bürgerliche Freiheit, und weniger Staat.“

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